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Aktive Herren im Taubertal

AH-Dreitagestour – Text-Bild-Collage als pdf hier: ah-tour

Die Aktiven Herren im Schönen Taubertal

Freitag der 23.09.2016:

Traditionen laufen aus: Als bekannt wurde, dass die Dienste zum traditionellen Winzerfesttermin ausfallen, entschlossen sich die Aktiven Herren ihre Dreitageswanderung vom Frühjahr auf das freigewordene Wochenende im September zu legen. Dafür wurden die Wanderer mit bestem Wetter belohnt, noch nie waren sie mit soviel Sonnenschein unterwegs.

Festgehalten wurde jedoch am Gruppenfoto vor dem Schlösschen.

Nach einer eineinhalbstündigen autobahnlosen Anfahrt durch den herbstlichen Spessart war Bronnbach erreicht. Auf dem Parkplatz der Gasthauses Klosterhof stellten wir die Autos ab. Wie geplant wurde zunächst gefrühstückt, dann die Wanderschuhe gebunden und los sollte es gehen. Doch da waren wertvolle und Temperatur empfindliche Gegenstände, die nicht einfach so im Auto bleiben konnten. Also mussten Koffer erst einmal im Gasthaus deponiert werden. Endlich konnte es los gehen, vor bei am Kloster Bronnbach führte der Weg über Höhefeld, Kühlsheim und Niklashausen nach Gamburg.

Kloster Bronnbach

Blick auf Gaumburg mit gleichnamiger Burg

Im Biergarten des Grünen Baums bzw. der Schlupfe-Scheune dehnte sich die Mittagsrast immer weiter aus. Schuld war das sonnige Plätzchen. So beschlossen wir nicht mehr zur Burg hinauf zu steigen.

Über den Hannebergle ging es auf den direkten Wanderweg zurück nach Bronnbach.

Gewandert wurden dennoch insgesamt 17 km bei 311 Höhenmetern.

Abends zeigte uns Pilgerführer Wolfgang die prunkvolle Klosteranlage und erzählte uns von dem kargen Leben der Zisterzienser. Bei einer gut gedeckten Vesper mit einer ausgiebigen Weinprobe konnten wir den Abend im Klostereigenen Kellergewölbe ausklingen lassen. Satt und zufrieden liebliches Taubertal – endete der erste Tag.

Samstag der 24.09.2016:

Gut erholt und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es raus in den Nebeln des Taubertals. Durch den Einschnitt der Tauber und die Ausrichtung des Tals bilden sich schon früh im Herbst ordentliche Nebelschwaden. In der Hoffnung, dass diese auf der Höhe durch die Sonne vertrieben werden, machten wir uns auf den Weg nach Wertheim.

Der Wegweiser war bei dem Nebel notwendige Orientierungshilfe

Über den Ort Klosterweg erreichten wir den Main und hatten einen wunderbaren Blick auf die Mainschleife zwischen Eichel und Urphar mit der Staustufe Eichel.

Die Sonne hatte inzwischen den Nebel vertrieben. Nach einer kurzen Rast nun aber auf nach Wertheim und zurück an die Tauber. Des Weges entdeckten wir noch einen Turm bzw. eine Warte, die 1838 errichtet worden war.

Gegen Mittag erreichten wir dann Wertheim mit der imposanten Burgruine und dem beeindruckenden Blick über die Stadt.

Bei der Einkehr im Schwan natürlich draußen auf der Terrasse war unser Wanderführer Bernhard Wiltz doch überrascht. Hatte das Personal ihne und uns doch zu „wild eingestuft.

Vom direkten Rückweg nach Brombach sind drei Höhepunkte zu berichten:

  1. Ein gekühlter herrenloser Kasten Bier unter einer Wolldecke, der uns zu einem Streich verleitete
  2. Eine Motocross – Rennstrecke bei Reichholzheim
  3. Zur Verwunderung aller führte unser Wanderweg kurz vor Bronnbach tatsächlich ein paar hundert Meter in Sichtweite der Tauber wenn auch auf der Bundesstraße entlang.

 

Am Gasthaus angekommen hatten wir 20 km bei 577 Höhenmeter zurückgelegt.

Für einen Schuh war das aber wohl zu viel. Die Hake löste sich deutlich sichtbar auf den letzten Metern bei jedem Schritt. Aufgrund des Mangels zogt der Träger es vor die Nacht zu Hause zu verbringen. Gut wenn die Gattin chauffiert.

Wir müssen außerdem bei der Rückkehr äußerst müde ausgesehen haben, denn darin vermuten wir den Grund, weshalb uns unsere Gastwirtin in ihrer eigenen Art um 21:45 Uhr deutlich machte, dass das Lokal bald schließt. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen.

Sonntag den 25.09.2016:

Sehr gut ausgeschlafen und mit einem reichhaltigerem Frühstück gestärkt sollte es wie gewohnt losgehen.

Ausgecheckt und die Koffer und Taschen in den Autos verstaut, war alles parat. Alles ach nein da waren ja noch die wertvollen und Temperatur empfindlichen Gegenstände, die nicht einfach so im Auto bleiben konnten. Eine Regelung ergab sich wie am Freitag. Dann endlich fuhren die Fahrer los, um zwei der Autos in Külsheim abzustellen. Wir hatten beschlossen nach der Mittagsrast die Tour zu beenden.

Nach der Rückkehr aller Fahrer und des Begleitpersonals konnte mit reichlich Verspätung der Endspurt beginnen.

Wie gewohnt begleitete uns Nebel auf den ersten Metern. Ob sich der Erbauer der Kapelle auch im Nebel verirrt hatte? Letztendlich fand er doch wieder aus dem Wald heraus, und ließ aus Dank gleich einen Glockenturm mit errichten. Dieser gereichte uns für ein kurzes Sonntagsgeläut.

Orientierung gibt es im Wald doch genug. Auf jeden Fall fanden wir auf dem Weg nach Külsheim zweimal ohne vorhandene Wege sicher die geplante Route. Was doch einige erfahrene Wanderkartennutzer in Erstaunen setzte.

Der Abschluss der Tour konnte so wie geplant in Külsheim enden. Wir hatten immerhin 11,5 km, 371 m Aufstieg und 223 m Abstieg geschafft.

Einhellig war die Gruppe der Meinung, dass auf Grund der guten Erfahrung mit dem Herbstwetter im nächsten Jahr an dem Septembertermin festgehalten wird.

Dank an die Organisation, die in den Händen von Bernhardt Wiltz und Werner Ullrich lag.

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